BEHANDLUNGSANGEBOT

Gruppentherapie

Heller und freundlicher Gruppenraum der psychotherapeutischen Praxis in Dortmund-Hombruch mit Sitzkreis, Teppich und ruhiger Atmosphäre.
WARUM GRUPPENTHERAPIE

Wirksam — und leichter als gedacht

Der Gedanke, sich vor anderen zu öffnen, bereitet vielen Betroffenen zunächst Sorgen. Die Erfahrung, gestützt von einer breiten Studienlage zeigt jedoch, dass Gruppentherapie bei zahlreichen Themenbereichen eine gute Alternative zur Einzeltherapie darstellt.

Neben der Symptomreduktion bietet das Gruppensetting spezifische therapeutische Vorteile: Betroffene erleben Zugehörigkeit, gegenseitige Unterstützung, Entstigmatisierung und die Erfahrung, mit ihren Problemen nicht allein zu sein.

Diese gruppenspezifischen Wirkfaktoren – insbesondere Gruppenkohäsion – stehen in einem signifikanten Zusammenhang mit positiven Therapieergebnissen (Burlingame et al., 2018).

Darüber hinaus ermöglicht die Gruppe soziales Lernen, Feedback durch andere Betroffene sowie das Einüben neuer Verhaltensweisen und alltagsnahen Interaktionen, wodurch soziale Kompetenzen gefördert werden (Yalom & Leszcz, 2020).

Zudem kann Gruppenpsychotherapie den Zugang zu psychotherapeutischer Versorgung erleichtern, da mehr Betroffene bei vergleichbarer Wirksamkeit behandelt werden können (American Psychological Association, 2023).


RAHMEN

Ablauf von Gruppenpsychotherapie

Es werden sowohl Gruppen im Rahmen der Psychosomatischen Grundversorgung angeboten (4 x 100 min.) als auch Gruppenpsychotherapie im Umfang von bis zu 24 x 100 min. Vor der Teilnahme erfolgt immer ein persönliches Vorgespräch in dem wir offene Fragen klären und schauen, ob die jeweilige Gruppe zu Ihrem Anliegen passt.

Gruppen finden meistens donnerstags nachmittags /Abends, Freitags Vormittags, in manchmal auch an Samstagen statt. Alle Termine werden vorab bereitgestellt. Wenn Sie Sich für eine Teilnahme entscheiden, wird ein Platz fest für Sie eingeplant. Sollten Sie nicht teilnehmen können, wird ein vorab besprochenes Ausfallhonorar für den reservierten Platz fällig.

Um für Alle Teilnehmenden einen möglichst vertrauten und geschützten Rahmen zu bieten, werden Gruppen nicht nachbesetzt. Üblicherweise wird mit einer Gruppengröße von 6 – 7 Personen geplant.

GRUPPENTHEMEN

Im Rahmen den Psychosomatischen Grundversorgung werden Gruppentherapien zu folgenden Themenfeldern angeboten:

Die Gruppe vermittelt Wissen über Depressionen, deren Entstehung und Aufrechterhaltung. Thematisiert werden unter anderem kognitive Denkfehler sowie Zusammenhänge zwischen depressiven Symptomen und individuellen Persönlichkeitsstilen.

Die individuelle Sicht auf sich selbst, zwischenmenschliche Beziehungen und daraus resultierenden Verhaltensmustern.

Durch die gemeinsame Analyse und Reflexion sollen zugrunde liegende Themen /Motive erkannt und das Verständnis für mögliche Wechselwirkungen zwischen Depression und individueller Persönlichkeitsstruktur erarbeitet werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird eine Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie erforderlich sein. 

Die Gruppe bietet Gelegenheit jeweils individuelle Persönlichkeitsstile analysieren und deren Dynamik in zwischenmenschlichen Beziehungen zu fokussieren.

Es werden der Einfluss auf zwischenmenschliche Beziehungen sowie typische Beziehungs- und Verhaltensdynamiken gemeinsam analysiert und reflektiert. Thematisiert werden dabei individuelle Sichtweisen auf sich selbst, individuelles Verständnis von zwischenmenschlichen Beziehungen und daraus resultierende Muster im Umgang mit Mitmenschen.

Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für die Wechselwirkungen zwischen persönlichen Themen, Persönlichkeitsstilen und Beziehungsdynamiken zu entwickeln.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird hierbei auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie und prägenden Beziehungserfahrungen erforderlich sein. 

Berufliche Beziehungen prägen den Schulalltag. Wer eigene Motive und Beziehungsmuster besser versteht, kann Konflikte anders begegnen, persönliche Grenzen bewusster setzen und langfristig entlastender handeln.  

Die Gruppe richtet sich an Lehrkräfte, die wiederkehrende Belastungen im Umgang mit Schülerinnen und Schülern, Eltern, Kolleginnen und Kollegen oder der Schulleitung besser verstehen möchten. 

Grundlage bildet das wissenschaftlich evaluierte Freiburger Lehrer, ergänzt durch Elemente der Klärungsorientierten Psychotherapie (KOP nach Sachse u. a.). Thematisiert werden Zusammenhänge zwischen beruflichen Belastungen, persönlichen Motiven, individuellen Persönlichkeitsstilen sowie Selbst- und Beziehungsschemata. Durch die gemeinsame Analyse und Reflexion sollen wiederkehrende Muster erkannt und ein tieferes Verständnis dafür entwickelt werden, wie diese den Umgang mit schwierigen Beziehungen, Konflikten oder hohen eigenen Ansprüchen beeinflussen können. Persönliche Motive und Verhaltensmuster besser zu verstehen kann dabei unterstützen, Belastungen frühzeitig zu erkennen, sich im Schulalltag angemessen abzugrenzen und den eigenen Handlungsspielraum zu erweitern. 

Die Gruppe findet im Rahmen der Psychosomatischen Grundversorgung als Intensivangebot an vier Vormittagen (je 100 Minuten) in den Herbstferien in den Praxisräumen statt. 

Die Teilnahme kann über die gesetzliche Krankenversicherung, private Krankenversicherungen oder die Beihilfe abgerechnet werden. Voraussetzung hierfür ist das Vorliegen einer entsprechenden Diagnose sowie einer entsprechenden Indikation zur Gruppenpsychotherapie. 

Hinweis: Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung an, an welcher Schule Sie tätig sind. So können die Gruppen möglichst so zusammengestellt werden, dass Kolleginnen und Kollegen derselben Schule nicht gemeinsam teilnehmen. 

Die Gruppe richtet sich an Eltern mit psychischen Belastungen und Suchterkrankungen, die ihre elterlichen Kompetenzen stärken und den familiären Alltag stabilisieren möchten. Thematisiert werden Auswirkungen psychischer Erkrankungen und Suchterkrankungen auf das Familienleben, der Umgang mit Stress und Überforderung sowie die Bedürfnisse von Kindern. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen zu stärken, Sicherheit in der Elternrolle zu fördern und einen unterstützenden Austausch mit anderen Eltern in ähnlichen Lebenssituationen zu ermöglichen. 

(Online – Gruppe)

Die Online-Gruppe richtet sich an Angehörige von Menschen mit Demenz, die durch Pflege und Betreuung emotional stark belastet sind.

Thematisiert werden unter anderem Überforderung, Schuldgefühle, Stress, Trauerprozesse sowie Veränderungen innerhalb familiärer Beziehungen.

Neben psychoedukativen Inhalten werden Strategien zur Selbstfürsorge und zum Umgang mit Belastungen vermittelt. Die Gruppe bietet Raum für Austausch, Entlastung und gegenseitige Unterstützung in vergleichbaren Lebenssituationen. 

KONTAKT

Einen ersten Termin anfragen

Wenn Sie sich eine Gruppentherapie vorstellen können, freue ich mich über Ihre Anfrage — telefonisch zur Sprechzeit, per Mail oder über das Kontaktformular.

FRAGEN ZUR GRUPPENTHERAPIE

Vor ab findet immer ein Vorgespräch im Einzesetting statt. In diesem Rahmen haben Sie die Möglichkeit mich kennen zu lernen. Wir klären die Indikation für die Teilnahme an einer Gruppentherapie und nehmen uns Zeit für Diagnostik.

In einem Weiteren (25 min.) Vorgespräch bestrechen wir noch einmal Ergebnisse der Diagnostik und offene Fragen vor dem Start der Gruppentermine.

 

Viele Menschen, haben Vorbehalte gegenüber Gruppenpsychotherapien und trauen sich (anfangs?) nicht an einer solchen teilzunehmen. Dabei stellt Gruppenpsychotherapie für vielen psychischen Erkrankungen und Lebenskreisen eine wissenschaftlich gut belegte Behandlungsform dar.

Im Rahmen der Psychosomatischen Grundversorgung (8 x 50min; bzw. 4x 100 min) haben Sie die Möglichkeit dieses Behandlungsform für sich selbst erst einmal in einem zeitlich überschaubaren Rahmen auszuprobieren.

Gruppenangeboten im Rahmen der psychosomatischen Grundversorgung ermöglichen kurzfristigere Unterstützung, erste Erfahrungen mit therapeutischen Gruppen sowie psychoedukative Inhalte, ohne das reguläre Psychotherapie-Kontingent anzurechnen. Eine Diagnosestellung ist erforderlich.

Gruppenpsychotherapie stellt bei vielen psychischen Erkrankungen eine wissenschaftlich gut belegte Behandlungsform dar. Meta-Analysen zeigen, dass gruppenpsychotherapeutische Verfahren bei Angststörungen, Depressionen, Essstörungen und weiteren Störungsbildern wirksam sind und häufig vergleichbare Ergebnisse wie Einzelpsychotherapie erzielen (Burlingame et al., 2016; Mayo-Wilson et al., 2014; Wersebe et al., 2018).

Zudem kann Gruppenpsychotherapie den Zugang zu psychotherapeutischer Versorgung erleichtern, da mehrere Betroffene gleichzeitig bei vergleichbarer Wirksamkeit behandelt werden können (American Psychological Association, 2023).

Neben der Symptomreduktion bietet das Gruppensetting spezifische therapeutische Vorteile. Betroffene erleben Zugehörigkeit, gegenseitige Unterstützung, Entstigmatisierung und die Erfahrung, mit ihren Problemen nicht allein zu sein. Diese gruppenspezifischen Wirkfaktoren – insbesondere die Gruppenkohäsion – stehen in einem signifikanten Zusammenhang mit positiven Therapieergebnissen (Burlingame et al., 2018).

Darüber hinaus ermöglicht die Gruppe soziales Lernen, Feedback durch andere Betroffene sowie das Einüben neuer Verhaltensweisen in alltagsnahen Interaktionen. Dadurch können insbesondere soziale Kompetenzen gefördert werden (Yalom & Leszcz, 2020).